Gemeinsam in Richtung Schul-Alltag - Stadtverwaltung, Schulen und Eltern ziehen an einem Strang

Gemeinsam in Richtung Schul-Alltag - Stadtverwaltung, Schulen und Eltern ziehen an einem Strang
veröffentlicht: 20.05.2020

„Viele Menschen wünschen sich in der aktuellen Situation von Staat und Kommune Sicherheit, Stabilität und Verlässlichkeit sowie ein koordiniertes Vorgehen“, sagt Roland Klenk. Dies gelte nach Worten des Oberbürgermeisters von Leinfelden-Echterdingen auch im Schulbereich, weshalb am vergangenen Freitag alle Schulleitungen, die beiden Vorsitzenden des Gesamtelternbeirats sowie Mitarbeiter der Stadtverwaltung zum Austausch zusammengekommen waren. Anlass war ein Positionspapier der Gesamtelternbeirats-Vorsitzenden, zu dem sich die Schulen einen Austausch wünschten. „In den vergangenen Wochen sind schon viele Schritte in die richtige Richtung gemacht worden“, so der Vorsitzende Karsten Finger, der sich im Übrigen eine klare und breite Kommunikation der aktuellen Lage und der nächsten Schritte wünscht.

„Es gibt Herausforderungen, die an den einzelnen Schulen gleich sind, aber aufgrund völlig verschiedener Rahmenbedingungen auch deutliche Unterschiede“, sagt Barbara Fritsch-Höschele. Aus diesem Grund sei eine völlig vereinheitlichte Vorgehensweise der Schulen nicht möglich, so die Geschäftsführende Schulleiterin. Für sie ist es eine der wichtigsten Aufgaben, gerade an Grundschulen dafür zu sorgen, dass für die Kinder Lernen auch zuhause strukturiert stattfinden kann. Und ein weiterer Aspekt kommt hinzu. „An der Grundschule können nicht ganze Klassen im Livestream unterrichtet werden, die Arbeit eines Grundschullehrers lebt von Beziehung und direkten Rückmeldungen“, ergänzt Daniel Ilic, der Leiter der Zeppelinschule. Ein einheitliches Vorgehen hält auch Susanne Schneider-Frey wegen der großen Komplexität für nicht machbar. Welche Fachlehrer stehen in welcher Klassenstufe nicht für den Präsenzunterricht zur Verfügung? Welche Raumkapazitäten gibt es für welche Gruppengrößen? Das sind Fragen aus der Praxis, die sich nicht nur der Leiterin des Immanuel-Kant-Gymnasiums stellen.

Den Wunsch nach einem gemeinsamen Vorgehen betont auch Wolfgang Krause. „In allen zentralen Fragen der Umsetzungsstrategie haben sich die Leitungen der weiterführenden Schulen bisher abgestimmt und werden das wo immer möglich auch weiterhin tun“, sagt der Leiter des Philipp-Matthäus-Hahn-Gymnasiums. Allen sei bewusst, dass in bestimmten Fällen für Eltern besondere Härten vorliegen, die abzumildern man bestrebt sei, ergänzt er. „Unsere Gesellschaft braucht über den reinen Bildungsgedanken hinaus ein neues Bewusstsein für das Miteinander, die gegenseitige Verantwortung und die innere Verbundenheit“, betont Krause. Die Bedeutung des Miteinanders von Stadt, Schulen und Eltern sieht auch Gabriele Roegers. „Die Schulen sind ansprechbar für Vorschläge und Anmerkungen“. Diese könnten jedoch aufgrund der Vorgaben nicht immer vollständig umgesetzt werden, so die Leiterin der Ludwig-Uhland-Schule.

Dr. Carl-Gustav Kalbfell betonte, dass Stadtverwaltung, Schulleitungen und Gesamtelternbeirat bereits im Vorfeld in intensivem und regelmäßigen Kontakt gestanden hätten. „Soweit ersichtlich, ist LE die erste und bislang einzige Stadt, die ein solches Austauschformat aller Beteiligten initiiert hat und ein noch enger koordiniertes Vorgehen anstrebt“, so der Schulbürgermeister. Bei aller Abstimmung an den Schulen würden jedoch individuelle Situationen vorherrschen, die bei der Planung des Unterrichts von zuhause aus und dem Präsenzunterricht zu berücksichtigen seien, fasst er die Aussagen der Schulleitungen zusammen.

Das Land Baden-Württemberg habe, so Dr. Kalbfell, jüngst mehrere offizielle digitale Lern- und Kommunikationsplattformen eingerichtet, mit denen digitaler Unterricht entsprechend den Datenschutzbestimmungen möglich sei.


Damit auch alle Schülerinnen und Schüler dem digitalen Unterricht folgen könnten, verwies Kalbfell auf das städtische Projekt #LE hilft. Hier werde mit großem Engagement Familien und Schülern die Ausrüstung für Homeschooling und Remote-Unterricht vermittelt, was auch durch Spenden der örtlichen Wirtschaft, aber auch von Privatleuten unterstützt werde. Im Juli ist auf Anregung von OB Klenk ein weiteres derartiges Treffen geplant. Wer spenden will, kann sich an Carola Henck c.henck@le-mail.de Tel. 1600-246 wenden. 

Quelle: Pressemeldung Stadt Leinfelden-Echterdingen / 19.05.2020

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